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Freie Wohlfahrtspflege - was bedeutet das?

Was bedeutet „Freie Wohlfahrtspflege“?

Ein wenig altmodisch und verstaubt mag der Begriff „Wohlfahrtspflege“ zuerst einmal erscheinen. Er weckt Vorstellungen, die sich in Richtung Armenhilfe, Fürsorge, Sozialarbeit bewegen. Die meisten Menschen haben  nur wenig  konkrete Vorstellung von der vielschichtigen und durchaus zeitgemäßen Entwicklung der heutigen „Freien Wohlfahrtspflege“, dabei ist  sie eine der wichtigsten Eckpfeiler unseres Sozialstaates.

In Deutschland existieren neben dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) fünf weitere  Spitzenverbände:

-    die Arbeiterwohlfahrt (AWO)
-    der Deutsche Caritasverband (DVC)
-    der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband (Der PARITÄTISCHE)
-    das Diakonische Werk der evangelischen Kirche (DW der EKD)
-    die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST).

Sie alle sind zusammengeschlossen in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) und arbeiten seit mehr als siebzig Jahren eng zusammen.

Alle Verbände wirken auf der Basis der Gemeinnützigkeit und unterscheiden sich darin von öffentlichen und gewerblichen, an Gewinn orientierten Trägern (Träger = Institution oder Organisation, die für etwas die Verantwortung und Kosten trägt).

Wir möchten uns an dieser Stelle aber in erster Linie auf die Arbeit der Wohlfahrtspflege des DRK beziehen und Ihnen diese gern etwas näher bringen.

Unsere Soziale Verantwortung

Das DRK als Arbeitgeber

Finanzierung der Wohlfahrtspflege

Bürgerschaftliches Engagement

Unsere Soziale Verantwortung

Sie kennen sie sicher - die Dienste und Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege, angefangen bei den wohl geläufigsten: den Kindertagesstätten, den Senioreneinrichtungen und den Krankenhäusern bis hin zu den unterschiedlichen Angeboten, den Diensten, Einrichtungen und Beratungsstellen und sonstige Unterstützungen in unteschiedlichen sozialen Bereichen (für Menschen in Notlagen, Migranten, Familien etc.).

Weniger bekannt ist Ihnen vielleicht, welche Aufgaben das DRK im Bereich der Freien Wohlfahrtspflege sonst noch wahrnimmt...

Das DRK leistet darüber hinaus im Bereich der Wohlfahrtspflege einen wichtigen Beitrag auf politischer Ebene. Über unsere Arbeitsgremien und Ausschüsse auf Bundes-, Landes-, und Komnunalebene beteiligt sich das DRK an der Entwicklung neuer Angebote, weist auf soziale Missstände hin und wirkt so insgesamt in der Gestaltung der sozialen Arbeit im Land mit. Neben der Sicherstellung und Weiterentwicklung der bereits bestehenden Angebote regen wir neue, an den Bedürfnissen der Menschen orientierte, soziale Dienste an und helfen, diese auf- und auszubauen.
Wir vertreten die Interessen benachteiligter Menschen auf:

  • der lokalen politischen Ebene und arbeiten eng mit den Kommunen und Landkreisen sowie anderen Institutionen zusammen
  • der Landesebene indem wir die Interessen der Menschen in die Entwicklungs-, Abstimmungs- und Gesetzgebungsverfahren einbringen
  • der Bundesebene: dazu wirken wir mit bei der Entwicklung von Gesetzgebungsverfahren und der strategischen Ausrichtung im Bereich der Wohlfahrtspflege

Es ist uns ein großes Anliegen, präventiv (vorbeugend) tätig zu sein, die Interessen der Menschen zu vertreten und soziale Schieflagen schon in den Anfängen zu identifizieren und zu verhindern.

DRK Tagung 2012

Der Staat trägt die Verantwortung dafür, dass die vielfältigen sozialen Themen im Land umgesetzt werden. Die dabei anfallenden Aufgaben werden im Rahmen der politischen und gesetzlichen Vorgaben von den Trägern der Freien Wohlfahrtspflege in den unterschiedlichen Arbeitsfeldern wahrgenommen und ausgestaltet. In manchen Bereichen der sozialen Institutionen (Einrichtungen) ist das DRK wie auch die anderen Spitzenverbände, alleiniger Anbieter und ermöglicht so mit einer vielfältigen Reihe an sozialen Dienstleistungen, dass Menschen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen die erforderliche Unterstützung erhalten.

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Das DRK als Arbeitgeber

Foto: DRK-Service GmbH

All diese Aufgaben sind nur mit den entsprechend qualifizierten ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern qualitativ hochwertig und fachlich aktuell zu bewältigen. Die Arbeit mit und für Menschen unterscheidet sich stark von der Produktion von Gütern. Sie lässt sich ebenso wenig in allgemeine Normen pressen wie die Individualität eines jeden Menschen. Obwohl auch wir als Wohlfahrtsverband zunehmend den besonderen Herausforderungen des freien Marktes und den damit einhergehenden wirtschaftlichen Entwicklungen unterliegen, ist es uns ein Anliegen, auch zukünftig qualifizierte Hilfsangebote zu erhalten, weiterzuentwickeln und den Bedürfnissen der Menschen entsprechend anzubieten. Um dies zu erreichen, beschäftigt das Deutsche Rote Kreuz in Deutschland ca. 130.000 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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Finanzierung der Wohlfahrtspflege

Foto: wikipedia - Alborzagros

Die Finanzierung der Wohlfahrtspflege wird gestützt durch drei Finanzierungssäulen:

  • Einrichtungen und Dienste erhalten für ihre Leistungen von den zuständigen Kostenträgern (Kranken-, Pflegeversicherung, Sozialhilfeträger, Arbeitslosenversicherung usw.) anteilige Kostenerstattungen
  • öffentlich-rechtliche Institutionen unterstützen Einrichtungen und Dienste z.B. beim Bau neuer Einrichtungen. Die Höhe dieser Zuwendungen ist gesetzlich festgelegt und deren Nutzung unterliegt strengen Auflagen.
  • Geld- oder Sachspenden aus der Bevölkerung, Mitgliedsbeiträge, Schenkungen, Vermächtnisse, Zuwendungen aus Stiftungen oder Erlöse aus Lotterien.

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Bürgerschaftliches Engagement

Schulaufgabenhilfe Kinderheim / Fotograf: Moritz Vennemann; DRK

Neben der finanziellen Sicherung der Arbeit dürfen darüber hinaus die vielen freiwilligen Helfer nicht vergessen werden, die durch ihre Mithilfe und ihr Mittun nachhaltig die Angebote des DRK ermöglichen und bereichern.
Ganz besonders wichtig ist uns daher das Engagement der Bürger. Diesem persönlichen und engagierten Einsatz von freiwilligen Helfern haben wir zu verdanken, dass wir eine Vielfalt von sozialen Angeboten bereitstellen, gestalten und sicherstellen können.
Mit Hilfe dieser vielen Freiwilligen ist es uns unter anderem möglich:

  • soziale Dienste flexibel und ortsnah anzubieten (z.B. als Helfer in Kindertagesstätten, Pflegeeinrichtungen, Kleider- und Tafelläden usw.)
  • Besuchsdienste sicherzustellen (z.B. in Senioren- oder Behindertenpflegeeinrichtungen, Krankenhäusern usw.)
  • Menschen in ihren unterschiedlichen Lebensphasen zu begleiten (z.B. durch Übernahme von Patenschaften für Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte beim Übergang von Schule in den Beruf, Vorlesen für Kinder um deren Eltern zu entlasten usw.)
  • sozialer Vereinsamung entgegen zu wirken (Angebote von z.B. Gesprächskreisn, Gymnastik, Gedächtnistraining, Tagesausflügen usw.)
  • Selbsthilfegruppen anzubieten

Neben dem Ehrenamt in der Wohlfahrts- und Sozialarbeit gibt es noch weitere sogenannte Gemeinschaften des Ehrenamtes:

 
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Kontakt

Detlef Schmidt

Vorstand Landesverband Nordrhein e.V.
Geschäftsführer der BsE
Geschäftsführer der DRK-Nordrhein Service GmbH

Tel. 0211/3104-0
Fax.0211/3104-162